ETF steht für Exchange Traded Fund - also ein börsengehandelter Fonds - mit anderen Worten ein Topf in den viele Anleger gemeinsam Geld anlegen. Das Besondere an ETFs ist allerdings, dass kein Ausgabeaufschlag anfällt und die jährliche Managementgebühr deutlich niedriger ausfällt. Dafür erhalten die Anleger jedoch auch kein Management; der Fondsmanager beschränkt sich auf das Nachbilden eines Index wie z.B. der DAX.

Die Theorie sagt, dass in effizienten Märkten Fondsmanager empirisch bewiesen Ihre Vergleichsindices nicht schlagen können. Allerdings gibt es gerade im Mischfondsbereich vereinzelte Fondsmanager, die über viele Jahre hinweg eine gute Performance bei geringen Schwankungen zeigen.

Ehrlicherweise muss man auch sagen, was die ETF-Industrie verschweigt - ETF haben einen sogenannten Tracking-Error - sie haben Kosten beim Nachbilden der Indices und laufen somit immer schlechter als der Index. Ein weiterer Punkt sind die "Spreads", Geld-Brief-Spannen, die in der Finanzkrise auch mal bei 5 % lagen, d.h. Abschläge, die die Anbieter nehmen, um sich in turbulenten Märkten schadlos zu halten bis die zugrunde liegenden Werte veräußert sind. Hier ist es übrigens auch schlecht um die Transparenz bestellt, da der private Investor davon gar nichts mitbekommt.

Zudem sollten Anleger zwischen synthetischen und replizierenden ETFs unterscheiden. Bei synthetischen ETFs wird eine Investmentbank Ihre Gegenpartei - bei einer Insolvenz ist ggf. Ihr Geld weg. Daher setzt Ihr Anlageberater Thomas Grimm nur replizierende bzw. überwiegend replizierende ETFs ein!

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass ETF-Anbieter meist aus Kostengründen die Stimmrechte der Anleger nicht wahrnehmen. Hier gibt es große Unterschiede bei den ETF-Anbietern - Grimm Kapitalanlagen vertraut Ihr Geld denjenigen an, die gezeigt haben, dass Sie Klimaschutzprojekte mit Ihren Stimmrechten unterstützen und ausüben (s. https://lipperalpha.refinitiv.com/2015/11/untergraben-etfs-die-corporate-governance/).

Vor einigen Jahren postulierte Stiftung Warentest, dass eine Geldanlage nur aus einem globalen Aktien-ETF und einem Staatsanleihen-ETF bestehen darf. Jedoch galt damals noch eine negative Korrelation von Aktien und Renten, die sich im Zeiten von Negativzinsen geändert hat (s. https://www.dasinvestment.com/so-bereiten-sie-sich-auf-korrelation-zwischen-aktien-und-anleihen-vor-7-regeln-fuer-den-risikoausgleich/). Daher sollte ein reines ETF-Portfolio gemanaged sein oder um vermögensverwaltende Fonds ergänzt, die die Schwankungsintensität absenken.

Zudem sollten Anleger auch hinter den Index schauen. Mit dem MSCI World investieren Sie 65 % in die USA und Sie gehen ein erhebliches Fremdwährungsrisiko ein. Wollen Sie das?

Anleger, die ethisch-ökologisch anlegen wollen, können seit Kurzem ESG-konforme ETFs erwerben, die ökologische, soziale und aufsichtsrechtliche Kriterien berücksichtigen. Auch hier sollte man überlegen, ob Sie 12 % in Monopolisten wie Google und Facebook investieren wollen oder Nestle, die die Top 6 Position im ETF-Vermögen darstellt. Mit Grimm Kapitalanlagen als Anlageberater können Sie auf Wunsch Ihre ethische Sichtweise individuell und punktgenau mit Einzeltiteln umsetzen.

Eine Vermögensberatung mit Grimm Kapitalanlagen wählt die richtigen ETFs für Ihre Ziele aus, findet aber auch die richtige Anlagenkombination, um ein stimmiges Rendite-Risiko-Profil zu erreichen, womit Sie sich wohl fühlen.